Das Judentum - Achtung vor dem Verwandten und doch Anderen
Die evangelischen Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der
Altmühltal- Realschule Beilngries wiederholten und vertieften zu Beginn des
Schuljahres ihre Kenntnisse über das Judentum.
Sie lernten insbesondere das Leben einer jüdischen Familie kennen, z.B. am
Sabbat. Die Schülerinnen und Schüler verglichen die christlichen Feste im
Jahreskreis und Lebenslauf mit den Festen der Juden und erkannten viele
Ähnlichkeiten: Juden und Christen feiern den 7. Tag als Ruhetag, Juden
kennen ähnlich wie Christen ein Erntedankfest, Juden feiern das Passahmahl
und Christen das Abendmahl, in beiden Religionen gibt es wichtige Feste im
Jugendalter: Bar-Mizwah bzw. Bat- Mizwah im Judentum und Firmung bzw.
Konfirmation in der katholischen bzw. evangelischen Kirche.
Heilig ist Juden die Thora, die wiederum ein Bestandteil der Heiligen
Schrift der Christen, der Bibel, ist.
Natürlich entdeckten die Schülerinnen und Schüler auch Unterschiede zwischen
den Religionen: So feiern wir Christen den Sonntag nicht nur als Erinnerung
an den Ruhetag nach der Schöpfung, sondern als Tag, an dem wir uns an die
Auferstehung Christi erinnern. Juden feiern das Passahmahl, um sich daran zu
erinnern, dass Gott ihr Volk aus der ägyptischen Knechtschaft befreit hat.
Christen feiern das Abendmahl, unter anderem um sich zu erinnern, dass Jesus
Christus für uns gestorben ist.
Christen feiern an Weihnachten, dass Jesus, der Messias, geboren wurde,
während Juden noch auf den Messias warten.
Natürlich haben sich die Schülerinnen und Schüler auch mit der jüdischen
Geschichte im Mittelalter und im Nationalsozialismus beschäftigt.
Download: "Lexikon zum Judentum" (PDF-Dokument 159 KB)
Ute Popp (Dipl. Religionspädagogin FH i.K.) |